Climbers Maintenance: How to Save Your Skin for the Final Send

Klettererpflege: So schützt du deine Haut für den letzten Aufstieg

Carsten Cramer

Beim Klettern ist deine Haut genauso wichtig wie deine Fingerkraft. Du kannst den stärksten Crimp der Welt haben – wenn deine Fingerkuppen wund sind oder dir ein „Flapper“ am Finger hängt, wirst du den Top-Griff nicht erreichen. Egal, ob du am scharfen Granit oder an Hallengriffen aus Plastik hängst: Der Fels versucht ständig, deine Hände bis auf die Knochen abzuschleifen.

Jeder Kletterer kennt den Frust, wenn man eigentlich noch die Energie für einen letzten Go hätte, aber aufhören muss, weil die Haut einfach nur noch schreit. Hier erfährst du, wie du deine Haut im Griff behältst, um länger an der Wand zu bleiben.

1. Das Chalk-Paradoxon

Chalk ist der beste Freund eines Kletterers, weil es die Hände für die kleinste Leiste trocken hält – gleichzeitig ist es aber auch der größte Feind deiner Haut. Es ist extrem aggressiv und zieht jeden Tropfen Feuchtigkeit aus deinen Fingerspitzen. Das macht die Haut spröde. Und spröde Haut ist genau der Grund für tiefe Risse (Splits) in den Fingerkuppen, deren Heilung tagelang dauern kann.

Die Lösung: Wasch dir das Chalk in der Sekunde von den Händen, in der du für diesen Tag mit dem Klettern fertig bist. Lass es nicht auf der Haut sitzen. Du musst der Haut sofort wieder Feuchtigkeit zuführen, um den Regenerationsprozess zu starten.

2. Respektiere die Hornhaut

Beim Klettern entsteht eine sehr spezifische Hornhaut, besonders an den Gelenken und am Fingeransatz. Du brauchst diese dicke Haut zwar als Schutzschicht, aber wenn sie zu dick wird, wird sie zum Risiko. Wenn du dich an einem Henkel (Jug) oder einem großen Griff bewegst, kann sich diese dicke Haut aufstauen und wegreißen. Das Ergebnis ist ein „Flapper“ – ein schmerzhafter Aufriss, der deine Session sofort beendet.

Der Pro-Tipp: Nutze feines Schleifpapier oder eine Hautfeile, um deine Hornhaut glatt und gleichmäßig zu halten. Du willst eine ebene Oberfläche auf deiner Handfläche haben, damit die Griffe keine Kanten finden, an denen sie die Haut abreißt.

3. High-Performance-Heilung: REST+REP

Kletterer sind bekanntermaßen extrem wählerisch, was Handcremes angeht. Du brauchst etwas, das die Haut wirklich heilt. Gleichzeitig darfst du aber keine wachsartigen oder butterweichen Hände bekommen, mit denen du von jedem Sloper direkt abrutschst. Deine Haut muss zäh und dick, aber eben elastisch sein.

Genau deshalb ist REST+REP die erste Wahl in der Kletterszene. Sie wurde so entwickelt, dass sie in die tiefen Hautschichten eindringt, um Mikrorisse und dünn gekletterte, rosane Fingerkuppen zu reparieren, ohne die Haut komplett aufzuweichen. Sie repariert die Schäden eines harten Projekttages und hält deine Hände widerstandsfähig für die nächste Session am Folgetag.

So wendest du sie an: Trag REST+REP nach dem Händewaschen nach dem Klettern auf. Sie nimmt das Brennen aus den Fingerspitzen und sorgt dafür, dass sich deine Haut über Nacht regeneriert. Wenn du einen tiefen Split oder Riss hast, trag vor dem Schlafengehen eine extra Portion gezielt auf diese Stelle auf.

4. Was tun bei dünner Haut (Pink Tips)

Wenn du den ganzen Tag am scharfen Fels verbracht hast und deine Fingerspitzen rosa leuchten und glänzen, bist du kurz vor dem Durchbruch – oder kurz vor dem Hautkollaps. Dünne Haut ist ein Wettlauf gegen die Zeit. Die regelmäßige Anwendung von REST+REP hilft dabei, die Hautbarriere über die Zeit zu verdicken. So baust du genau diese lederartige Hautstruktur auf, auf die sich jeder Elite-Kletterer verlässt.

Fazit

Deine Haut ist deine Verbindung zum Fels. Wenn du sie ignorierst, wird sie dich bei deinem Projekt irgendwann im Stich lassen. Nimm dir die Zeit, raue Stellen zu feilen, das Chalk abzuwaschen und REST+REP aufzutragen, um deine Hände in Topform zu halten. Je besser sich deine Haut anfühlt, desto härter kannst du ziehen.

Halt die Beta sauber und die Haut zäh. Wir sehen uns am Fels!

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